12.12.2011 - 11:26
US-Label feuert Limp Bizkit
Fred Durst und Co. stehen in den Staaten von heute auf morgen ohne Plattenvertrag da. Die Band nimmts gelassen.
Santa Monica (sla) – Im Juni veröffentlichten Limp Bizkit ihre lang erwartete Comeback-Langrille “Gold Cobra” über Interscope. Das Universal-Sublabel reagierte in den USA jetzt auf die insgesamt zu mauen Verkaufszahlen und feuerte die Nu Metal-Helden mit sofortiger Wirkung. Nach Marilyn Manson setzten die Interscope-Plattenbosse bereits den zweiten einstigen Big Player vor die Tür. Fred Durst freut sich über die Kündigung
Auf “Gold Cobra” spielte der Fünfer erstmals seit 2001 wieder in Originalbesetzung. Dennoch zeigte sich Frontmann Fred Durst nicht allzu enttäuscht über die geringen Verkaufszahlen. In der US-Radioshow Poolside bezog er Stellung – und übte sich in Schadensbegrenzung.
Durst meinte, die Band sei eigentlich sehr froh darüber, endlich unabhängig zu sein. Den ausbleibenden Erfolg nahm der 41-jährige gelassen: “Bei ‘Gold Cobra’ war es für uns ein wesentlicher Punkt, ein Album für uns selbst, für die Hardcore-Fans und für bestimmte Leute im Musikbusiness aufzunehmen.”
Bloß kein radiotaugliches Album!
“Es wäre für uns kein Schritt nach vorne gewesen, ein großes Pop- oder Radio-Album zu machen. So eine Platte wollten wir zu dem Zeitpunkt einfach nicht aufnehmen”, so Durst zur musikalischen Ausrichtung.
Um zu verdeutlichen, dass seine Band die erfolgreiche Phase trotzdem noch lange nicht hinter sich hat, verwies Fred auf erfolgreiche Konzerte in aller Welt: “Unsere Tourneen laufen sehr, sehr gut. Und wir touren vor allem außerhalb der Vereinigten Staaten.”
Es sei ohnehin immer ihr wichtigstes Anliegen gewesen, live zu performen und Abende in eine “big ass party” zu verwandeln. “Die Sache mit der Albumproduktion kam uns da irgendwie immer ein bisschen in den Weg”, hängte sich Durst dann sehr weit aus dem Fenster. Seine Band wolle sich nun noch mehr auf den Livesektor konzentrieren.
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