18.12.2009 - 15:26
RAGE AGAINST THE MACHINE
Aktion gegen X Factor verleiht ihnen Platz 1 der Single Charts!
“Rage Against The X Factor” heißt die Facebook Kampagne gegen die Chartshow “X Factor” der Briten. Ziel soll es sein, das nicht schon wie in der letzten vier Jahren zuvor, immer zu dieser Zeit der Gewinner des Casting Formates an der Spitze der britischen Charts ist.
Musikfans wollen diese, ja schon Traditions brechen, sie wollen RAGE AGAINST THE MACHINE mit „Killing In The Name“ und nicht den „X Factor“ Gewinner Joe McElderry an der Spitze der „Weihnachtscharts“.
Fuck You!: Rage Against The Xmas-Chart Machine
Fuck you, Castingshows: Statt den Gewinner von “X Factor” wollen britische Musikfans Rage Against The Machines “Killing In The Name” an der Spitze der Weihnachts-Charts sehen. Die auf Facebook gestartete Kampagne könnte ihr Ziel erreichen.
Laut der BBC zufolge führt momentan der 17 Jahre alte Hit der MACHINES mit 175.000 verkauften Einheiten, wogegen die Single von McElderry „The Climb“ nur magere 110.000 bis jetzt verkauft hat!
Die Herren um Zack de la Rocha bekommen sogar Unterstützung von außerhalb. Dave Grohl (Foo Fighters, Them Crooked Vultures) gab folgendes in einem Radiointerview bekannt:
“Es gibt eine Menge Musik, bei der ich die dahinter stehende Intention in Frage stelle. Wenn sich die Leute dagegen wehren und beschließen: ‘Hey, ich hab es satt, wir lassen diese andere Sache entgleisen für etwas Richtiges!’, dann bin ich voll dabei.”
Auch RATM-Gitarrist Tom Morello freut sich über die Aufmerksamkeit, die seiner ungebrochen mächtigen Hau-drauf-Nummer frisch zuteil wird:
“Die Leute haben die Schnauze voll davon, eine Schmalzballade nach der anderen serviert zu bekommen”, kommentiert er die Kampagne gegenüber der Radiostation BBC 5 Live. “Es ist eine Ehre, dass sie unseren Song als Revolutionshymne gegen das ‘X Factor’-Monopol gewählt haben.”
Der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Konkurrenten liegt – zumindest aus Morellos Sicht – auf der Hand: Wir haben den Song in einem runtergerockten Industrieslum in L.A. geschrieben. Den ‘X Factor’-Song hat sich eine Horde überbezahlter Songwriter ausgedacht, mit dem einzigen Ziel, euch einen weiteren dieser Schmalzklumpen reinzudrücken, mit dem sie ihr schmieriges Business am Laufen halten.”
Herzerwärmend – oder dumm und zynisch?
Die herzerwärmende Aktion, sei „eine wundervolle Portion Anarchie”, so Morello weiter. “Als Zuschauer einer solchen Casting-Show kannst du nur für den einen oder anderen Teilnehmer stimmen, aber nicht wirklich gegen die Sendung selbst – bis jetzt.”
Simon Cowell, Chefjuror bei “X Factor”, sieht die Dinge selbstredend ganz anders. Er bezeichnete die Kampagne als “dumm” und “zynisch”.
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