Die kölner Jungs von .entropy im Jahre 2003 als Newcomer zu bezeichnen, macht nur dann Sinn, wenn man die Existenz einer Band daran festmacht, dass der tägliche Viva- Wahnsinn von ihr Besitz ergriffen hat und Musikmagazine ihre Arbeit mit Lob oder Verachtung überziehen. Ja, wäre es so, dann wäre die Kölner Neo- Grunge- Combo tatsächlich eine Newcomerband. Ist sie aber nicht – und das zeigt sie live wie auf Tonträger. Reife, klischeefreie, gefühlsoffene und energetische Rockmusik, die den Kinderschuhen längst entwachsen ist. Rockmusik, die musikalische Vorbilder wie Live, Incubus oder die Stone Temple Pilots ehrend in die Höhe hält ohne sie zu kopieren. Seit nunmehr 3 Jahren spielt sich die Band durch die deutschen Clubs und Festivals und hat, vom kommerziellen Durchbruch abgesehen, eigentlich alles gesehen, was das Musikbusiness zu bieten hat. Vor 5 Leuten hat man gerockt und vor 3000, Deutschlandtouren gespielt um dann im Proberaum vor sich hinzudümpeln, Newcomerwettbewerbe gewonnen um am nächsten Tag eine Absage vom örtlichen Jugendhausfestivals zu bekommen. So erlebte man über die Jahre kreative und menschliche Extreme, die bei 99% aller Bands zur Auflösung geführt hätte. Doch entropy sind noch da und scheinen durch all das noch stärker, noch besser, noch intensiver geworden zu sein. Aufgeben gehört nicht zum Vokabular der Band, denn man hat ja noch eine Menge vor. Das alles hat aus der Provinzband des Jahres 2000 eine der erfolgreichsten deutschen Undergroundbands gemacht, die musikalisch und textlich mitten im Leben steht, gerade ihren ersten Longplayer ohne die Unterstützung der ach so arg gebeutelten Industrie gemacht hat, weil sie darauf weitestgehend
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