MISCELLANEOUS = Vertrackt aber kein Jazz, versponnen aber nachvollziehbar, heavy aber kein Metall, emotional aber kein Emo.... Musik in Worte zu fassen ist jedes Mal ein verwirrendes Spiel, aber Miscellaneous machen es einem auch wirklich nicht einfach. Kleine Bleeps und minimale Noise-Attacken bringen das wuchtig-massive Gitarrenfundament regelmäßig ins Wanken, ein irrer Gesang windet sich um die solide Masse aus derben Bässen und einem dynamischen Schlagzeug. Sowas ist viel näher an Seattle als dieser ganze doofe Chartrock Scheiß, der sich so gerne auf Nevermind beruft. Miscellaneous haben Nirvana und Mudhoney verstanden. Sehe ich zumindest so. Ein fast schon charmanter Popeinstieg bei Indexed Faceset, ein wütend herausgeschriehener Refrain bei enogamy ein eher nachdenklich-gesprochener und in wildem Gehuste endender Part bei Plasma TV (meinem persönlichen Highlight auf der Platte), macht die 7-song Ep von Miscelleanous zu einem abwechslungsreichen und spannendem Tip für alle Freunde von Gitarrenmusik im allgemeinen und wildem Lärm im besonderen. Denn Miscellaneous sind wahre Meister darin, scheinbar völlig gegensätzliche Teile in Songs einfach zu kombinieren und daraus schlüssige und durchaus sinnvolle Songs zu basteln. Und belegen eindrucksvoll, dass man mit 6 Saiten weitaus mehr anfangen kann, als einfach nur darauf Gitarre zu spielen: ein kleiner Flagolet-Ton hier, eine Rückkopplung da. Es wird gegroovt, dass die Wände wackeln. Wohlige Schauer sind da wohl Teil des Konzepts. Die Livequalitäten des Trios haben an dieser Stelle ja bereits genügend Beifall erhalten, aber es einfach eine Pracht, wie dynamisch und eigenartig die Band ihren Songs auf der Bühne zu immer wieder
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