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Southside/Hurricane Clubtour KEN
Die Geschichte des Rocks ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Seit einiger Zeit scheint sich hartnäckig das Vorurteil breitzumachen, dass Rocksongs neuerdings glatt, überproduziert und durchdesignt sein müssen. Da zeigen KEN mit ihrem Debut Have A Nice Day: Das Gegenteil ist der Fall. Schmutzige, unprätentiöse Rocknummern, naturbelassen und mit dem natürlichen Pflegefaktor - das kommt der Sache doch schon viel näher und klingt zudem nach KEN. Sieht so aus, als hätte Barbies schwanzloser Plastikfreund jetzt Eier gekriegt. PINKOSTAR
Pinkostar haben im Grunde ihres Herzens einen Platz für Alternative irgendwo zwischen Blackmail, Muse und Pearl Jam geschaffen, und so treffen hier durchdachte Rockarrangements mit Hang zur Breitseite auf gerne mal höchst emotional vorgetragene Gesangsmelodien. Zur Abrundung und Auslotung der Klangfarbe gesellen sich Samples, Beats und Grooves, die nicht deplaziert wirken, sondern sich geschmeidig in den Sound integrieren. Das ganze bewegt sich soundmäßig auf ziemlich hohem Niveau, und so dürften Pinkostar nicht mehr lange als "unexplored" gelten.(VISIONS AUSGABE, 07.2002) PRIME STH
Prime sth kommen aus Schweden, wohnen aber mittlerweile in Amerika. Dort passen sie mit ihrer post-grungigen Rockmusik auch besser hin, als in den europäischen Norden. Nur noch das Anhängsel sth, was für ihre Heimatstadt Stockholm steht, erinnert an ihre europäische Herkunft. Musikalisch klingen die vier Jungs von Prime sth amerikanischer wie viele andere amerikanische Rockbands.Ein gutes Händchen für potentielle Hits haben Noa, Martin, Jesper und Kasper vor allem mit der Single „I’m Stupid (Don’t Worry Bout Me)“ bewiesen. Prime sth experimentieren hier und da mit vereinzelten Synthie-Sounds oder Streichern, halten sich aber noch sehr zurück. Die Band überrascht mit einem eigenen Sound und klingt für einen Newcomer verdammt ausgebufft. FOURTYFOUR FREAKS
Die Fortyfour Freaks haben sich mit ihrer "handmade" Rockmusik das Ziel gesetzt, langfristig einen eigenen Platz als deutsche Rockband im internationalen Musikbusiness einzunehmen. Dies bedeutet zunächst harte Arbeit, doch das Quintett ist unermüdlich:Unterstützt und motiviert durch eine feste Fanbase, die sie sich bei Auftritten auf Festivals und Open-Airs geschaffen haben, machen die Fortyfour Freaks auf sich aufmerksam. Dass es sich hier um eine außergewöhnlich talentierte und vielversprechende "New-Comer" Rock-Band handelt, konnten sie nicht lange verbergen und so kam es in der erst jungen Musikkarriere bereits zur Zusammenarbeit mit etablierten Produktionsgrößen wie Sander van der Heide und Rene Schardt (Madonna,Rammstein), Dieter Roth (Schweisser) sowie Geo Schaller, Anyway Wölfle, Frank Bornemann und Peter "Jem" Seifert (Guano Apes). UNION YOUTH
Eine Generation fordert ihre Hörerschaft - und die wird sie bekommen.Der Grund dafür heißt nicht allein "The Royal Gene" - das Debütalbum von Union Youth. Der Grund liegt darin, dass es in Bands wie Union Youth wieder Charaktere gibt. Typen und Identifikationsfiguren, die lange vermisst wurden. Das gilt natürlich nicht nur für die vier Mitglieder von Union Youth. Aber es gilt auch für sie. Hier ist die Musik für den Discovery Channel, die Pioniergeist und den Mut fordert, Neues rechtzeitig als wegweisend zu deklarieren. Kurzum: So und nicht anders sollte zukunftsträchtige Rockmusik im neuen Jahrtausend zelebriert werden. Das empfand man wohl auch in Amerika. Die Band wurde gleich von zwei amerikanischen Major-Labels eingeladen. |
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